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Pershing der Bundeswehr

Die Luftwaffe der Bundeswehr wurde Anfang der sechziger Jahre mit zwei Pershing-Flugkörperverbänden ausgerüstet.

Das Flugkörpergeschwader 1 wurde gemäß Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 233 vom 16. August 1963 zum 1. September in Landsberg aufgestellt. Das Flugkörpergeschwader 2 wurde mit Luftwaffenaufstellungsbefehl Nr. 267 vom 23. Dezember 1964 zum 1. Januar 1965 in Lechfeld aufgestellt und später nach Teveren verlegt. Der Aufstellung voraus ging eine Diskussion, welcher Waffengattung dieses Waffensystem zugeordnet werden sollte. Sowohl Heer wie Luftwaffe machten ihre Ansprüche geltend, wobei das Heer immerhin argumentieren konnte, dass die US-Pershings Heereseinheiten zugeordnet waren. Trotzdem wurde der Streit schließlich zu Gunsten der Luftwaffe entschieden. Argument: Nur die Luftwaffe verfügte über weitreichende Aufklärungsmittel, um eine wirkungsvolle Poststrike-Reconnaissance zu gewährleisten.

In der ersten Phase war das Geschwader wie folgt gegliedert:

Gliederung-Pershing-Geschwader-Bundeswehr-1960

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Ende der sechziger Jahre erfolgte die Umrüstung der Pershing-Einheiten der Luftwaffe auf das Waffensystem Pershing 1a. Das brachte auch eine Umgliederung der Geschwader mit sich. Sie erfolgte mit Befehl vom 4. August 1970 für das Flugkörpergeschwader 1 zum 1. Januar 1971 und für das Flugkörpergeschwader 2 zum 2. August 1971. DIe Geschwader waren ab diesem Zeitpunkt wie folgt gegliedert:

Gliederung-Pershing-Geschwader-Bundeswehr-1970

Mit Organisationsbefehl Nr. 9 / 1990 (Lw) vom 15. August 1990 wurden die beiden Flugkörpergeschwader der Bundeswehr zum 1. Januar 1992 aufgelöst.

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