Es sollte sich über den Zeitraum vom 1. bis zum 16. Mai 1987 erstrecken und folgende Landkreise umfassen:
Insgesamt sollten an dem Manöver 4000 Soldaten mit 1500 Radfahrzeugen und 12 Hubschraubern teilnehmen. 100 Radfahrzeuge mit über 21,7 Tonnen waren angekündigt.
Das Manöver begann am 5. Mai. Aus dem Standort Heilbronn (Waldheide) fuhren drei Konvois mit jeweils 3 Raketen aus und bezogen Stellung im Raum Sinsheim. Ebenfalls 9 Raketen fuhren aus der Wiley-Kaserne in Neu-Ulm aus. Sechs Raketen bezogen eine Stellung bei Straß und drei fuhren nach Suppingen (westlich von Blaubeuren). Aus den Kasernen in Schwäbisch Gmünd fuhren HQ-, Versorgungs- und Fernmeldeeinheiten aus. Eine große HQ-Stellung wurde im Wald von Simmisweiler bei Aalen errichtet.
In der Nacht zum 6. Mai verließen alle dort stationierten Raketen das Mutlanger Depot und bezogen Stellungen im Viereck Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall, Aalen und Crailsheim. Aus Heilbronn fuhren weitere 9 Raketen in Bereitstellungsräume im Main-Tauber-Kreis. Weitere 9 Raketen aus Neu-Ulm bezogen Stellungen westlich von Blaubeuren.

Die Mutlanger Raketen blieben bis zum 8. Mai in ihren ersten Bereitstellungsräumen und wurden am 10 . Mai in den Rems-Murr-Kreis verlegt. Am gleichen Tag erfolgte eine Verlegung in den Raum Karlsruhe, Pforzheim, Bretten, Eppingen, wo die Raketen bis zur Rückfahrt am 14. Mai blieben.
Die 18 Raketen aus Heilbronn blieben bis zum 8. Mai im Raum Kraichgau (Sinsheim) und im Main-Tauber-Kreis und wurden dann im Landkreis Heilbronn zusammengezogen. Am 10. Mai wurden diese Raketen in den Raum Eppingen, Heidelberg, Sinsheim, Bad Rappenau verlegt, wo sie bis zum Rückmarsch am 15. Mai blieben.
Von den 18 Raketen aus Neu-Ulm wurden 9 von ihrem ersten Bereitstellungsraum am 7. Mai in den Landkreis Calw verlegt, weitere 9 Raketen am 8. Mai in den Raum Freudenstadt. Weitere Verlegungen erfolgten auch hier bis zum 15. Mai nicht mehr.
Begleitet war das Manöver von einer bundesweiten Senioren- und Muttertagsblockade, zu der Friedensaktivisten aufgerufen hatten. Der Raketenstandort Mutlangen bei Schwäbisch Gmünd war der geographische Schwerpunkt der Aktionen: Die Zufahrtsstraße zum Depot wurde ebenso blockiert wie Pershing-Feldstellungen in der Umgebung. Nach Angaben der Pressehütte Mutlangen nahmen rund 3000 Menschen an den Aktionen teil, 270 wurden festgenommen.
(zusammengestellt aus Unterlagen der Presshütte Mutlangen)