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Reorganisation der US-Streitkräfte
Die weitreichendsten Konsequenzen hatten die Konzeption der Flexible Response auf Struktur und Doktrin der konventionellen Streitkräfte, die in die Lage versetzt werden sollten, jedem konventionell vorgetragenen gegnerischen Angriff erfolgreich und unter Verzicht auf den Einsatz von Nuklearwaffen erfolgreich entgegentreten zu können.
Der Verstärkung und Reorganisation dieser Streitkräfte wurde daher von seiten der USA verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet:
- Die Zahl der einsatzbereiten US-Divisionen wurde von 11 auf 16 erhöht.
- In Europa wurde die Ausrüstung für zwei amerikanische Divisionen eingelagert.
- Das Reserve- und Mobilmachungssystem der USA wurde entscheidend verbessert.
- Die Anzahl der taktischen Luftstaffeln stieg um 30 Prozent.
Um das Bemühen um eine totale Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit auch im untersten Bereich abzurunden, wurde der Taktik des Guerillakrieges verstärkte Beachtung geschenkt und entsprechende Kampfverbände aufgestellt (counterinsurgency-strategy). Zusammenfassend lassen sich die Grundsätze der neuen amerikanischen Militärstrategie wie folgt charakterisieren:
- Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit der Abschreckung durch Schaffung einer Optionsvielfalt in der Anwendung militärischer Machtmittel anstelle eines strategischen Monismus.
- Restriktive Einsatzgrundsätze für Nuklearwaffen zur Verhinderung eines durch gegenseitige Eskalation entfachten weltweiten all out wars.
- Straffe politische Kontrolle aller Nuklearwaffen und Konzentrierung der Verantwortung für ihren Einsatz in der Hand des Präsidenten.
- Stärkere Betonung der konventionellen Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit.
- Herstellung einer Identität zwischen der Strategie der Abschreckung und der Strategie einer tatsächlichen Verteidigung.