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 Frankreich verlässt die militärischen Integration

Am 10. März 1966 teilte die französische Regierung den übrigen Mitgliedern der NATO ihre Absicht mit, mit Ablauf des 1. Juli 1967 aus der militärischen Organisation auszuscheiden.

Ferner sollte bis zum 1. April 1967 die in Frankreich stationierten Hauptquartiere der NATO sowie militärische Anlagen der USA und Kanadas abgezogen werden. Dieser französische Schritt stellte den Höhepunkt einer jahrelangen Auseinandersetzung zwischen Frankreich und seinen vierzehn Partnern um Struktur und Strategie der Allianz dar und stürzte die NATO in ihre bisher schwerste Krise. Zur Rechtfertigung seines Kurses brachte de Gaulle, teilweise schon in früheren Jahren, folgende Argumente vor:

Daß de Gaulle den Schritt zum Auszug Frankreichs aus der militärischen Integration der NATO gerade zu diesem Zeitpunkt vollzog, hatte im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen war die technische Entwicklung eigener französischer Nuklearwaffen bis zu diesem Zeitpunkt so weit fortgeschritten, daß der Aufbau einer eigenen nuklearen Abschreckungsstreitmacht möglich erschien. Zum anderen hatte die Diskussion der letzten Jahre um nukleare Mitbestimmung der Europäer und das strategische Konzept einer Flexible Response", die die gravierenden Meinungsverschiedenheiten in der französischen und amerikanischen Auffassung in aller Deutlichkeit offenbart hatte, de Gaulle von der Aussichtslosigkeit eines weiteren Verbleibs Frankreichs in der Militärorganisation der NATO überzeugt. Speziell die Bundesrepublik kam durch die französische Politik in eine militärisch und politisch schwierige Lage. Politisch wurde das Scheitern der Bundesregierung eines ständigen Lavierens zwischen einer gaullistisch oder atlantisch ausgerichteten Zielsetzung evident und der Zwang zu einer klaren Entscheidung wurde unausweichlich.

De Gaulle und die NATO - ein schwieriges Verhältnis

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Mit seinem Auszug aus der militärischen Integration stürzt de Gaulle die NATO in eine schwere Krise.

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