Laut einer Studie des britischen Institute for Strategic Studies waren die Landstreitkräfte der NATO im Bereich Mitteleurope noch um einiges von dem entfernt, was in den Planungen als die Mindestkapazität für eine erfolgreiche Verteidigung dieses Abschnitts angesehen wurde. Konkret unterstanden (oder konkreter waren assigniert) dem Alliierten Oberkommando Europa (SACEUR) Landstreitkräfte in folgender Stärke (Anzahl der Divisionen):
| Streitkräftepotential der NATO im Kommandobereich Europa | |
| Norwegen | 1 |
| Großbritannien | 3 |
| USA | 5 |
| Frankreich | 2 |
| Bundesrepublik | 7 |
| Belgien | 2 |
| Niederlande | 2 |
| Kanada | 1/3 |
| Italien | 7 |
| Griechenland | 5 |
| Türkei | 12 |
Die Luftstreitkräfte der NATO verfügten in diesem Bereich über ca. 5000 Flugzeuge für taktische Zwecke, die von 220 Flugplätzen aus operieren konnten.
Etwas anders gelagert waren die Verhältnisse im Bereich des Alliierten Oberbefehlshabers Atlantik (SACLANT), dem in Freidenszeiten noch keine Streikräfte, vergleichbar der integrierten Verteidigung in Europa, zur Verfügung standen. Erst im Kriegsfall sollten die acht Seemächte, die das alliierte Kommando bildeten, SACLANT entsprechende Kräfte zur bekämpfung feindlichee Marine- und Luftstreitkräfte im Nordatalntik und zur Sicherung der allierten Nachschubrouten durch den Nordatlantik zur Verfügung stellen.
Das zentrale Potenzial für diese Aufgaben bildeten die Flugzeugträger der amerikanischen Flotte. Im Detail summierte sich das Streitkräftepotenzial von SACLANT aus 16 Flugzeugträgern (5 USA, 6 Großbritannien, 3 Frankreich, 1 Kanada, 1 Niederlande). Aus der Kapazität dieser Flugzeugträger ergab sich ein Bestand von 400 und 500 Flugzeugen, die von diesen Trägern aus operieren konnten. Dazu kamen rund 400 Zerstörer und Begleitfahrzeuge (200 USA, 75 Großbritannien, 75 Frankreich, 37 Kanada, 12 Niederlande, 20 Portugal, 22 Dänemark und Norwegen). Ein weiterer Faktor bildete die rund 150 amerikanisch U-Boote in diesem Bereich, zu dem noch entsprechende Kräfte von Großbritannien (42), Frankreich (20), Niederlande (10) und Dänemark (1) dazukamen.
Das Kommando Ärmelkanal, dem die Kontrolle des Ärmelkanals und der südlichen Nordsee oblag konnte sich auf ein nicht näher spezifizierte Abtahl von Seestreitkräften Belgiens, Hollands, Frankreichs und Großbritanniens stützen.
Das Streitkräftepotential der NATO-Mitgliedstaaten zu Beginn der sechziger Jahre
International
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