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Integrierte Verteidigung

Für die neu geschaffene NATO zählte die Verstärkung der Truppen und der Aufbau einer integrierten Verteidigungsorganisation zu den Aufgaben mit der höchsten Priorität.

Den Anfang der Bemühungen markierte ein im April 1950 verabschiedeter Vierjahresplan, in dem der Ausbau der zu diesem Zeitpunkt eher mageren Kräftebilanz (Mitte 1950 verfügte die NATO über 14 Divisionen und rund 1000 Fluzeuge) konzipiert wurde.

Nach Ausbruch des Koreakrieges am 25. Juni 1950 wurden die Bemühungen um eine Verstärkung der NATO-Streitkräfte intensiviert. Zu diesem Zweck wurden 1950 drei Alliierte Oberste Kommandobereiche geschaffen:

Dem Aufbau dieser drei Obersten Kommandobereiche folge nach und nach die Strukturierung einer umfangreichen integrierten Verteidigungsorganisation mit zahlreichen regionalen Untergliederungen, die jedoch durch zahlreiche militärstrategische, mehr jedoch durch politische Probleme erschwert wurde.

Zum ersten Obersten Alliierten Befehlshaber in Europa (SACEUR) wurde im April 1951 der berühmte Weltkriegs II-General Eisenhower ernannt. Der rechtliche Rahmen für die integrierten Militärstäbe wurde auf der Tagung des Nordatlantikrats vom 15.-29. September 1951 in Ottawa verabschiedet. Im so genannten Ottawa-Abkommen wurde die Rechtsstellung der NATO, der nationalen Vertreter und des internationalen Personals geregelt.

Zur Prüfung der finanziellen Aspekte der integrierten Verteidigung der NATO wurde auf dieser Tagung in Ottawa ferner ein Temporary Council Committee ins Leben gerufen. Dieses Komitee  beauftragte einen Dreier-Auschuss mit der Ausarbeitung einer Streikräfteplanung für die NATO, die auf der nächsten Ratstagung in Lissabon verabschiedet werden sollten.

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