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Erste strategische Planungen - DC 6/1

Schon bald machten sich die frisch installierten Organe der NATO daran, erste Überlegungen für eine Strategie zu diskutieren, mit der man das Vertragsgebiet gegen östlich Aggressionen verteidigen konnte.

Am 10. Oktober 1949 legte die Standing Group ein erster Ergebnis ihrer Überlegungen unter dem Titel „Das strategische Konzept zur Verteidigung des nordatlantischen Raumes” vor und leitete es als Dokument MC 3 am 19. Oktober 1949 mit Anmerkungen der Stabschefs der Mitgliederstaaten dem Militärausschuss weiter. Dort wurde der Input zahlreicher nationaler militärischer und politischer Stellen eingearbeitet, bevor es als Dokument  DC 6 am 29. November 1949 dem Verteidigungsausschuss vorgelegt wurde. Dieser verabschiedete dieses erste grundlegende Strategiedokument der NATO unter dem Titel DC 6/1 am 1. Dezember 1949.

In großen Teilen waren die Ausführungen in dem Dokument, das acht Seiten umfasste, sehr allgemein gehalten. Erst im vierten Kapitel „Military Measures to imlement defense conzept” werden konkrete Aussagen darüber gemacht, wie die Verteidigung des Bündnisgebiets denn nun real erfolgen soll.

Da ist einmal von der Fähigkeit einer strategischen Bombardierung unter Einsatz aller Waffen, also auch von Atomwaffen, als Antwort auf eine Aggression die Rede und dass diese in erster Linie in den Verantwortungsbereich der USA falle.

Dann wurde noch auf die klassische Verteidigung mit konventionellen Streitkräften eingegangen. Und auch die Verantwortung für diesen Bereich wurde klar angesprochen:“the hard core of ground forces will come from the European nations.“

Auch die taktische Luftkriegsführung sowie die Luftabwehr fiel nach DC 6/1 in den Verantwortungsbereich der Europäer. Schließlich wurde noch festgelegt, dass die Sicherung der Nachschubwege über den Atlantik primär Aufgabe der USA und Großbritannien sei.

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