Nach dem Scheitern der Idee eines globalen Sicherheitssystems im Rahmen der Vereinten Nationen, wurde die Politik des Containment, d.h. der Eindämmung der expansiven Ambitionen der Sowjetunion, zur Generallinie der strategischen und außenpolitischen Aktivitäten der Truman-Administration.
Die so genannte Truman-Doktrin vom März 1947, das European-Recovery-Program, die Vandenberg-Resolution und schließlich der Beitritt zur NATO 1949 markierten den Beginn eines grundsätzlichen Wandels der amerikanischen Außen- und Sicherheitspolitik.
Auf die militärstrategische Entwicklung hatte diese Politik anfangs jedoch noch keine nachhaltige Auswirkungen; die USA hatten nach Kriegsende ihre Streitkräfte weitgehend demobilisiert und vertrauten im übrigen auf die kriegsverhindernde Wirkung ihres Nuklearmonopols.
Zur Durchsetzung ihrer Containment-Politik bedienten sie sich in erster Linie einer indirekten Strategie der Militär- und Wirtschaftshilfe für die gefährdeten Länder an der Peripherie des kommunistischen Machtbereichs.
Erst die Detonation der ersten sowjetischen Atombombe am 29. August 1949 sowie der Sieg Mao-Tsetungs und noch stärker der Ausbruch des Koreakrieges im Juni 1950 führten zu einer umfassenden Revision der amerikanischen Militärstrategie. Im Frühjahr legte der Nationale Sicherheitsrat Präsident Truman das Memorandum NSC 68 vor, in dem die amerikanische Sicherheits- und Außenpolitik der nächsten Jahre skizziert war.
In dem Memorandum wurde der Sowjetunion eine aggressive Außenpolitik attestiert. Deren Ziel sei die Subversion und die Zerstörung der gesellschaftlichen und politischen Strukturen aller Länder, die nicht dem sowjetischen Einflussbereich angehörten. Für die Durchsetzung dieser Ziele stünden dem Kreml 175 Divisionen zur Verfügung. Das Memorandum malte ein Endkampf-Szenario, bei dem es nicht nur um Sein oder Nichtsein der USA sondern der gesamten Zivilisation gehe. Zur Abwehr dieser Herausforderung wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, die das politische, militärische und wirtschaftliche System stärken sollten. Unter anderem hielt das Memorandum eine Vervierfachung der Rüstungsausgaben auf rund 50 Milliarden Dollar für unabdingbar. Im einzelnen sah der Maßnahmenkatalog auch folgende Einzelmaßnahmen vor:
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