Kein anderes Land der Welt wies in den Zeiten des Kalten Krieges wohl eine höhere Atomwaffendichte auf als die Bundesrepublik. Ende der 60er Jahre lagerten hier rund 7000 Atomwaffen aller Varianten und Kaliber. Im Laufe der folgenden Jahre wurde der Bestand einerseits reduziert, jedoch gleichzeitig auch immer modernisiert. Eine radikale Reduzierung fand erst mit dem Ende des Kalten Krieges statt, als im Rahmen der Operation Silent Echo alle landgestützten taktischen Atomwaffen aus der Bundesrepublik abtransportiert wurden. Über die genauen Standorte dieser Atomwaffen gab es von offizieller Seite nie eine Erklärung.
Bei der Ermittlung solcher Standorte ist man daher auf Analysen von typischen Parametern wie Sicherungseinrichtungen, Stationierung von Sicherungskräften, Bausystematik, Grundrisse etc. angewiesen. Das Bild, das sich daraus ergibt, wird in der folgenden interaktiven Karte auf der Basis von Google-Maps dargestellt. Manche Relikte aus dieser Zeit sind auch heute noch sehr gut erkennbar, während andere im Rahmen von Konversions-Maßnahmen abgebaut und einer anderen Verwendung zugeführt worden sind.
Die Darstellung umfasst derzeit nur Standorte von Heereseinheiten. Daneben zählten noch zahlreiche Luftwaffenbasen und Nike-Flugabwehrstellungen zur nuklearen Infrastruktur der Bundesrepublik Deutschland.
Mit einem Klick auf den jeweiligen Marker können Sie sich weitergehende Informationen zu den geographischen Punkten auf der Karte anzeigen lassen. Über die Bedienelemente von Google-Maps am oberen Kartenrand können Sie die Kartendarstellung manipulieren (Zoomen, Darstellungsvarianten, Verschieben).